Über ein Ateliergeheimnis des René Francois Ghislain Magritte

Eine Ausstellung von Mathieu Bessey und Bastiaan van der Velden

Eröffnung am Samstag, 15. Dezember 2018, 19.00 Uhr

Die Ausstellung Über ein Ateliergeheimnis des René Francois Ghislain Magritte wurde von der Forschungsgruppe Ephemera der Moderne entwickelt; sie tagt unter Leitung von Mathieu Bessey im 8. Salon und untersuchte im letzten Jahr die Verwendung der französischen Lexika aus dem Hause Larousse. Dass der belgische Surrealist einige seiner Bildmotive – den liegenden Löwen, den flatternden Vogel oder seinen berühmten Jockey – im Larousse gefunden hatte, war der Forschung bekannt; in welchem Umfang er die reich illustrierte Enzyklopädie für den Hausgebrauch als Zoo oder Fundus von Objekten benutzt hatte, wird nun erstmals in der Ausstellung dokumentiert. Der Larousse diente auch anderen Künstlerinnen und Künstlern der Moderne als Bildreservoir. Wir werden die Entlehnungen von Giuseppe Maria Alberto Giorgio de Chirico, Salvador Felipe Jacinto Dalí i Domènech, Guy-Ernest Debord, Henri Robert Marcel Duchamp, Maximilian Maria Ernst, Francis-Marie Martinez Picabia, Raymond Roussel Raymond Georges Yves Tanguy und Toyen aufblättern. Ausserdem sind einige Produkte im Original zu sehen, die Magritte im Rahmen der Werbung oder des Graphik-Design angefertigt hat. Dazu breiten wir weitere Quellen aus der Populärliteratur aus. Wir konnten erneut auf die Sammlung von Bastiaan Van der Velden zurückgreifen, der die Ausstellung mit Mathieu Bessey zusammen konzipiert hat. Camouflage dritten Grades – also „Malerei“ oder „Figuren“ nach der Methode Magritte aus eigener Produktion – ergänzt und verwirrt den dokumentatorischen Bereich der Präsentation.

Ausstellungsdauer: 15. Dezember – 26. Januar 2019
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag, 15.00 – 18.00 Uhr und nach Vereinbarung

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