Mnemosyne XV

der Bilderatlas von Aby Warburg

Am 26.6.2015 um 18.00 beginnt die vorläufig letzte Veranstaltung in unserer Reihe

Mnemosyne – der Bilderatlas von Aby Warburg.

Wir werden an diesem Abend nur drei Tafeln vorstellen, die Nummern 77 bis 79, die letzten im Atlas. Sie sind jedoch äußerst ungewöhnlich programmiert, dicht bestückt mit Bildelementen, die in der Kunstgeschichte erst 50 Jahre später als Gegenstand der Forschung wahrgenommen werden: Werbung, zeitgenössische Medien, Briefmarken, Produktgestaltung. Warburg unternimmt auf den letzten drei Tafeln den Versuch, das Nachleben der Antike unmittelbar in seiner Zeit aufzuspüren, wobei er legendäre Werke der Renaissance mit Ereignissen zusammenbringt, die er selbst im Frühjahr 1929 miterlebt hatte. Um diese Dimension einzubinden, geht er auf die modernsten Medien ein, den Film und die Bildernachrichtenseite. Seine Kritik an der Willkür ihrer Montage zeigt, wie genau er seine eigenen Konstellationen anlegte.

Zur Herstellung einer Künstlertafel haben wir Holger Steen eingeladen. Er wird sie im Medium der Briefmarke aufbauen, ein Gebiet, dem Warburg immer besondere Beachtung schenkte. Im Atlas hat dieses Interesse nur auf der Tafel 77 seine Spuren hinterlassen, zur Analyse der nationalen Symbolpolitik in Europa.

Tafel 78-79

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