Mnemosyne in St.Gallen

Der Bilderatlas von Aby Warburg im Kulturraum, St. Gallen

Ausstellung vom 17.10. bis zum 17. 11. 2013
Der 8. Salon zeigte aus der Rekonstruktion des Mnemosyne-Bilderatlas von Aby Warburg die ersten 31 der insgesamt 63 Tafeln; das umfasste inhaltlich: die Grundlagen zur “Symbolsetzung” (Tafeln A,B und C), die sog. “Antiken Vorprägungen” (Tafeln 1 bis 8), die Rückkehr der griechischen Götter aus dem Orient (Tafel 20 bis 22), die ersten großen Monumente ihrer Wiedereinführung in Italien (Tafel 23 Padua, Tafel 25 Rimini und Tafel 27 Schifanoia), den Konflikt mit der Kunst aus dem Norden (Tafel 31) und den Weg zu den Bildern Primavera und Geburt der Venus von Botticelli (Tafel 39).
Der 8. Salon versteht den Mnemosyne-Bilderatlas als ein modernes Instrument der Bild-Erkenntnis, das es vor allem zu benutzen gilt. Vorraussetzung ist die Originalgröße der Tafeln. Daher wurden vom Freitag den 18.10. bis zum Sonntag den 20.10. alle 31 Tafeln Schritt für Schritt jeweils morgens (11.00-13.00 Uhr) und nachmittags (14.00-16.00 Uhr) von Mitgliedern des 8. Salons im Detail vorgestellt. Ergänzend zu den Tafeln waren Bücher oder Facsimiles aus den Beständen der Stiftsbibliothek und der Kantonsbibliothek Vadiana zu sehen.

Zur Ausstellung kamen die ersten sechs Nummern der Baustelle in einer wesentlich erweiterten Edition heraus (Auflage je 100).

In der Kunstbibliothek des Sitterwerks richtete Marina Schütz für die Mitglieder des 8.Salon am Abend des 18. Oktober einen kleinen Empfang aus und sprach über “die gute Nachbarschaft” der Bücher; dieser von Warburg geprägte Begriff hatte – ohne dass er wohl direkt vorlag – schon während der Entstehung der Bibliothek des Sitterwerks eine besondere Bedeutung und führte schließlich zur Installation des mittlerweile legendären Systems, mit dem die Bücher in den Regalen erfasst werden.

Am 3. November fand begleitend eine Veranstaltung im Kunstraum Kreuzlingen statt: “Tätigkeitsungeheuer”, eine Performance mit Notker Helfenberger, Frank Hesse, Peter Kamm, Axel Heil und dem 8. Salon zum Vortrag über das Schlangenritual der Hopi, den Warburg vor 90 Jahren in Kreuzlingen gehalten hatte.

Am 13. November sprach Dorothée Bauerle-Willert im Kulturraum zu “Aby Warburgs Konstellationen”, am 17. November wurde die Ausstellung abgeschlossen mit einer Intervention von Katalin Deér.

Kulturraum St.Gallen vorn

Kulturraum St.Gallen vorn

Kulturraum St.Gallen Mitte

Kulturraum St.Gallen Mitte

Kulturraum St.Gallen hinten

Kulturraum St.Gallen hinten

Tätigkeitsungeheuer in Kreuzlingen

Tätigkeitsungeheuer in Kreuzlingen

Katalin Deér Intervention

Katalin Deér Intervention