Mnemosyne Teil X

10. November 2013

Wir setzen noch einmal beim Ghirlandaio-Komplex an und beginnen mit einem Rückblick auf Tafel 45, um dann ausführlich die nächsten drei Tafeln zu besprechen: 46, 47 und 48 sind durch das Motiv der “Nymphe” sehr stark miteinander verbunden. Warburg beschreibt die schwungvoll eintretende Magd als eine besondere wichtige Figur für die Wiederkehr der Antike. Dennoch hat jede der drei Tafeln eine große Eigenständigkeit: die 46 handelt zentral von der befreienden Frauenfigur, die Tafel 47 zeigt sie in ihren christlichen Verkleidungen (Judith, Salome) und die Tafel 48 bringt sie wieder als ein heidnisches Element: Fortuna, die griechische Göttin des Glücks, der verschiedenen Winde und der launischen Schicksalsschläge.

Die Baustelle 8.2 liegt nun mit allen Kommentaren zu den Tafeln 43 bis 48 vor. Außerdem können die St.Gallen-Ausgaben der Baustelle 1-6 angesehen werden (insbesondere die Hefte 1 bis 3 sind vollkommen neu gefasst). Zu unserem Ausstellungsprojekt in St. Gallen (noch bis zum 17. November im Kulturraum) haben wir eine kurze Dia-Show vorbereitet.

In unserem Aktualisierungsprogramm werden wir diesmal eine Tafel von Jochen Lempert sehen: er entwickelt eine Dramaturgie der Nuancen, die den Moses von Michelangelo auszeichnen.

 

 

Gefördert von der Kulturbehörde Hamburg

Warburg_Teil92