Mnemosyne Teil XI

 

Doppelprogramm mit drei internationalen Gästen: Dorothée Bauerle-Willert aus Berlin, Werner Rappl aus Wien und Giovanna Targia aus Rom.

28. Februar, 19.00: Präsentation der Tafeln 49 bis 54.

Dazu erscheint die Baustelle 9.

Warburg führt Andrea Mantegna in den Atlas ein, zeigt seine ungewöhnlichen Bilder in der Spannung zwischen Siegerpathos und entfesselter Bewegung, um im weiteren Verlauf dann über die Verwandlung der Frauenfigur zu sprechen, von der tanzenden (Tafel 50/51) zur beratenden Muse (Tafel 53). Die Tafel 52 bietet einen kurzen historischen Abriss von der christlichen Mäßigung römischer Heroen (Trajan und Scipio). Gleichzeitig wechselt Warburg zum Schauplatz in Rom, zeigt Raffaels Schule von Athen und noch einmal die Ausmalungen der Villa Farnesina (Tafel 54).

Unser Aktualisierungsprogramm wird diesmal von Peter Piller gestaltet. Aus seinem Archiv der Formeln und Gesten stellt er die Sammlungsbegriffe „Proteststehen“ und „Protestformen“ vor.

1. März, 19.00: offene Diskussion zur Forschung am Atlas, mit unseren Gästen und einer Einleitung von Giovanna Targia: “Kartographie und Dynamik der Bilder: über Aby Warburg”.

Dorothée Bauerle-Willert hat in den 80er Jahren den ersten Kommentar zum Atlas publiziert, in einer Situation, als es so gut wie keine Bücher zum Thema gab. Werner Rappl hat mit der Gruppe Daedalus in den 90er Jahren den Atlas erstmals publiziert; gleichzeitig wurde eine Rekonstruktion im Orginalformat hergestellt. Der 8. Salon verdankt ihm die Möglichkeit, diese Veranstaltungsreihe durchführen zu können, da er uns die Daten der Daedalus-Rekonstruktion zur Verfügung gestellt hat. Giovanna Targia brachte im letzten Herbst die Vorträge heraus, die Warburg 1909 in Hamburg gehalten hat, ein äußerst hilfreiches Buch für das Verständnis des Atlas und die interessante Archiv-Edition der letzten Jahre.

Gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg.